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Dark Fantasy vom Feinsten
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Dark Fantasy vom Feinsten
Wer "Die Zwerge" von Markus Heitz gelesen hat, wird sie als die ultimativen Bösewichte kennen. Die Albae. Vor zwei Jahren hat Heitz ihnen ein Buch gewidmet. Erst vor kurzem kam dann der zweite Band der "Legenden der Albae" heraus. "Vernichtender Hass" setzt in etwa dort an, wo der erste Band "Gerechter Zorn" aufgehört hat. Lesenswert ist es allemal.
Eines hat sich zum ersten Band jedoch drastisch verändert. Standen noch zuvor Caphalor und Sinthoras im Mittelpunkt der Erzählperspektive, so sind es nun mehrere andere Charaktere. Zum einen ist da Carmondai, der Meister in Wort und Schrift. Ein Alb, der sich dazu berufen fühlt den Epos um die Eroberung von Tark Draan (vielen als das Geborgene Land bekannt) für die Ewigkeit fest zu halten. Man erlebt die meiste Zeit die Geschichte aus seinem Blickwinkel.
Sehr wichtig ist auch Morana, eine der Leibwächterinnen von Sinthoras und Caphalor. "Die Zwerge" Leser werden sich vielleicht noch an sie erinnern. Ihr kommt eine wichtige Rolle in der Eroberung von Tark Draan zu. Sie wurde dazu berufen, Verbündete unter den Menschen zu finden, als "Pfeilfang", wie es die Albae so nett formulieren.
Doch auch die Sicht der "Guten" wird beleuchtet. Die Famula Famenia (ob hier die Kreativität etwas geizte?) stellt sich wacker gegen die Albae. Sie und die andere Zauberer des Geborgenen Landes versuchen die finsteren Gesellen aufzuhalten. Und vor allem sind sie darin bestrebt den Nebeldämon, den Caphalor und Sinthoras im ersten Band als Verbündeten gewinnen konnten, aus dem Krieg heraus zu halten.
Es gibt noch viele, viele mehr Blickwinkel in diesem Buch, was sich zunächst auch etwas schwer liest. Nachdem man sich im ersten Band mit den beiden Protagonisten "angefreundet" hat, vermisst man sie im zweiten Band zunächst sehr. Auf der anderen Seite gibt es zu viele Helden im Krieg um Tark Draan als dass man sie nicht näher beleuchten sollte. Vor allem die Sicht von Carmondai ist sehr interessant und der von Caphalor und Sinthoras aus dem ersten Band sehr gegenteilig.
Die Geschichte und der rote Faden ist geschickt gestrickt, jedoch nicht annähernd so gut, wie in "Die Zwerge". Man erkennt, dass die Story der Krieg und die Vernichtung der Elben ist. Doch es fehlt etwas der Aha-Effekt. Es gibt zwar im Buch immer wieder kleiner Drehungen und Wendungen, doch das Buch strebt nicht auf ein großes Ganzes hin. Vielleicht ist es auch nur für Leser von "Die Zwerge" so. Jedoch im großen und Ganzen ist es spannend geschrieben und unterhaltsam zu lesen.
Heitz schafft es die Albae so zu zeichnen, dass man teilweise ihre Taten sogar versteht. Trotz ihrer Brutalität, trotz ihrer für uns krankhaften Kunst mit totem Material, trotz ihrer Hinterlistigkeit. Man fühlt mit den Protagonisten und wünscht ihnen das Leben. Für jeden Fan von Dark Fantasy sind die Legenden der Albae ein Muss. Für jeden "Die Zwerge"-Fan sowieso.
Noch ein kleiner Tipp zum Schluss: Solltet ihr "Die Zwerge" und "Die Legenden der Albae" noch nicht gelesen haben, dann beginnt mit den Albae. Die zwei ersten Bücher sind zeitlich vor den Zwergen angesiedelt. Ansonsten gehen, wie bei mir, viele Überraschungen flöten.
Und noch zum Schluss eine gute Nachricht. Es wird mit Sicherheit ein dritter Band der "Legenden der Albae" herauskommen. Um ihn in die zeitliche Reihenfolge einzuordnen: Er soll zwischen dem dritten und dem vierten "Zwerge"-Band angesiedelt werden. Das verspricht uns Markus Heitz zumindest. Und vielleicht wird er auch noch kleinere Reihen mit den Helden der Eroberung von Tark Draan schreiben. Man sollte ihn auf jeden Fall dazu ermutigen.
Stichwörter: Zwerge, Markus Heitz, Dark Fantasy, Albae, Die Legenden der Albae
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