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Kinorezension: Krieg der Götter

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Kinorezension: Krieg der Götter
Handlung
Krieg der Götter handelt vom König Hyperion und seiner Suche nach einem magischen Bogen. Mit diesem Bogen wäre es ihm möglich die Titanen zu befreien und die Götter des Olymps somit auszulöschen.
Hyperion hegt einen Groll gegen die Götter, da diese seine Familie einfach haben sterben lassen.

Leider dürfen die Götter des Olymps aufgrund eines uralten Schwurs nicht selbst in die Geschicke der Menschen eingreifen. Also erwählt der Göttervater Zeus einen jugen Mann namens Theseus zu seinem Schützling und bildet ihn, getarnt als alter Mann, in der Kunst des Kämpfens aus.
Er allein soll Hyperion aufhalten und den magischen Bogen in Sicherheit bringen.

Die Story
Wer den Trailer zu "Krieg der Götter" gesehen hat, der kann sich vorstellen was ihn erwartet. Viel Action, wenig Story.
Hier muss ich den geneigten Leser allerdings enttäuschen. Die Actionszenen im Trailer sind zwar nicht alles was der Film zu bieten hat, aber sehr viel mehr werden es auch nicht. Dafür war die Story an sich tiefgehender als von mir erwartet.
Es wird nicht nur ein Grund gesucht eine Actionszene an die andere anzureihen, sondern es entsteht tatsächlich ein roter Faden, der sich durch den Film zieht. Auch wenn er manchmal etwas abweicht oder man sich fragt, warum dies oder jenes passiert.
Alles in allem kann man zur Story sagen: Solide mit ein paar fragwürdigen Stellen und weniger Action als erwartet. Aber immer noch gut

Die Charaktere
Ein schwieriges Thema für jeden Regisseur ist es die Charaktere gut darzustellen.
Hier finde ich merkt man dass Tarsem Singh der Produzent ist. Die Charaktere ähneln von der Darstellung derer von 300. Markante Personen, Hauptcharaktere gut dargestellt und Nebencharaktere ein wenig in den Schatten gestellt. Aber nicht zu sehr als das man sie direkt vergessen würde.
Mickey Rourke gibt einen guten bösen König Hyperion ab. Man fühlt dass der König verbittert ist und nur Rache will. Um jeden Preis.
Theseus glänzt wie damals Leonidas und seine Mannen mit einem gestählten, meist nackten Oberkörper und man hat so langsam das Gefühl, dass in Griechenland nur solche Männer umher laufen.
Die Götter fallen ein wenig aus dem Schema. Zeus wird als junger Mann dargestellt und seine Söhne sehen sich zum verwechseln ähnlich. Einzig Athene, die hier Athena genannt wird, sticht allein dadurch aus der Masse, weil sie weiblich ist.
Aber was die Götter genauso wie Hyperion und der Mönch in dem kleinen Dorf gemeinsam haben: Sie tragen alle völlig bescheuerte Hüte! Auch wenn es jetzt ein wenig von der eigentlichen Rezension abweicht, aber warum müssen gerade die Götter solche selten dämlichen Hüte tragen. Sie würden weitaus stimmungsvoller und vor allem respekteinflössender daher kommen, wenn sie nicht diese bescheuerten Hüte auf hätten!
Ansonsten kommen die Götter in diesem Film wiederum eher als gute Götter vor. Das ändert sich ja von mal zu mal. In God of War sind sie mehr oder weniger die Bösen, in Kampf der Titanen eher neutral und hier nun wieder gut.
Nun kann man behaupten das es sich auch um verschiedene Geschichten mit verschiedenen Charakteren handelt. Trotz alledem scheinen sich die Leute bei den griechischen Göttern nicht sicher zu sein.

Die Action
Wovon lebt solch ein Film normalerweise? Richtig! Von der Action. Auch wenn diese, wie anfangs erwähnt, zumindest für meinen Geschmack ein wenig zu kurz gekommen ist, sind die Actionszenen die im Film vorkommen umso genialer.
Theseus ist zwar der Held der Geschichte, aber auch wenn er einige Kämpfe fast schon übermächtig gewinnt, verliert er bei manch anderen oder kann den Sieg nur ganz knapp erringen.
Viel zum Einsatz kommt der Zeitlupen-Effekt. Dieser Effekt hat sich seit Pakt der Wölfe auch mehreren Verbesserungen unterzogen und wirkt im Film sehr geschmeidig und man lechzt förmlich nach mehr.
Gerade der Endkampf der Götter mit den Titanen (welche im Übrigens laut dieser Geschichte auch Götter waren wie Zeus und Co und keine wirklichen Titanen. Sie wurden nur so genannt) ist bombastisch und zeigt, was im Film wirklich öfter hätte gezeigt werden können. Erst zum Schluss nimmt der Film, was die Action angeht, richtig an Fahrt auf. Verliert diese allerdings auch recht schnell wieder.
Wer auf ordentliche Splatter und Gore Effekte steht kommt hierbei allerdings nicht zu kurz.
In so ziemlich jeder Zeitlupen-Szene fliegt irgendwas vom Körper ab oder er wird so malträtiert dass das Blut literweise spritzt.
Verwunderlich dabei ist, dass der Film ab 16 frei gegeben wurde. Diesen Film hätte ich definitiv ab 18 frei gegeben. Vielleicht haben die bescheuerten Hüte das Ergebniss verfälscht...

Der 3D-Effekt
Der 3D Effekt kann sich sehen lassen. Er bindet sich perfekt in den Film ein. Man sieht ihn überall, ohne das es solche, meiner Meinung nach mittlerweile peinliche, Spielereien wie Schwerter oder Speere die einem vor der Nase rumtanzen gibt. Der 3D-Effekt wurde dezent in so ziemlich jede Szene eingebaut, ohne wirklich aufzufallen. Er ist allgegenwärtig, aber man hat das Gefühl, er gehört einfach dazu. Genau so wie bei Captain America oder Tron.
Wenn möglich, kann man sich diesen Film wirklich gut in den 3D-Kinos anschauen. Man wird nicht enttäuscht.

Das Fazit
Alles in allem bleibt zu sagen, dass Krieg der Götter ein solider Film mit ein paar kleineren Schwächen und einen ticken zu wenig Action ist. Durch die etwas zu kurz geratenen Actionszenen fühlte es sich an, als versuche der Film aus dem stupiden und kampflastigem Actiongenre heraus zu kommen. Das hat meiner Meinung nach dem Film aber leider mehr geschadet als das es ihm geholfen hat.
Wer auf ein furioses Actionfeuerwerk mit sehr viel kämpfen gehofft hat wird hier enttäuscht. dafür bietet der Film ein wenig mehr Tiefgang als erwartet. Aber nicht genug um die Grenze zwischen stupiden bzw. kampflastigen und etwas tiefgründigeren Actionfilm zu überschreiten. Er bleibt leider irgendwo dazwischen hängen.

Tags Stichwörter: Kino, 3D, Götter, Griechenland, Titanen, Rezension

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